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Horror hat einen Namen…
- Hüllentext “The Boneyard

Wenn man sich immer gefragt hat: “Was kann man bei Filmen mit dem Thema Zombies/Untote (usw.) eigentlich falsch machen?”, dann wäre wohl die einzige Antwort: “Zu wenige Zombies/Untote zeigen.” Dem würde ich auch zunächst auch zustimmen wenn ich da nicht einen Film im Hinterkopf hätte, der mich eines besseren belehrt hat.

Story (laut Hüllentext):

"Das ist sie! Die Dicke von Astro TV!"

Detective Jersey Callum bittet Alley Oates, die ihm schon öfter mit ihren medialen Fähigkeiten half, um Unterstützung. Diesmal handelt es sich um einen Fund dreier Kinderleichen, die vor ihrem Tod das Fleisch toter Menschen aßen. Obwohl sich Alley anfangs weigert, erklärt sie sich nach einer seltsamen Erscheinung bereit ihm zu helfen. Doch als Alley das Leichenschauhaus aufsucht um dort die drei Kinderleichen zu begutachten, überstürzen sich sehr bald die Ereignisse. Die drei Kinder kehren als gräßliche Monster ins Leben zurück und verwandeln das Leichenschauhaus für die dort anwesenden Personen in ein Labyrinth des Grauens

Das klingt zwar alles nach nem halbwegs soliden Horrorfilm, aber eigentlich wäre folgender Text passender gewesen:

Story (wenn man bei der Wahrheit bleibt):

Tetris Melodie? Das kann nur eine Warteschleife sein.
Eine total abgespacte, medial begabte, leicht übergwichtige Dame (die haust wie eine Katzenlady und die Vorliebe hat Nachwuchskriminologen zu erschrecken indem sie mit einem Bettlaken über dem Kopf im Bild erscheint), wird von ihrem alten Freund, einem Möchtegern – Columbo, aufgesucht. Sein Anliegen: Schwerer Kriminalfall – drei Kinderleichen – bittet um telepathische Unterstützung. Nach einigem Hin – und Her heißt es: Auf zum Leichenschauhaus.
Dort angekommen geht dann plötzlich so einiges schief: Die drei Crypt KeeperKinderleichen erwachen zum Leben und beginnen ne kleine Rampage Tour. Zwischendurch erwacht auch noch eine Frauenleiche während der Autopsie zum leben und schließt sich dem Überlebenskampf an(!?). Ausserdem gibt es einen mutierten Riesenpudel mit Schleife auf dem Kopf, der mit einer Stange Dynamit “Hol das Stöckchen” spielt.

04_zombie_kidIm Großen und Ganzen wäre es das auch gewesen. Der wichtige nicht ganz so langweilige Teil des Films setzt bei der Ankunft im Leichenschauhaus ein: Da hätten wir zunächst Mal den Aushilfs Columbo + feigem Gehilfen + Roseannedem Medium. Hinzu kommen dann noch: Die alte Dame an der Rezeption nebst Pudel, der Quotenschwarze, der “Doktor”, die wiedererweckte weibliche Leiche und die drei sehr lebhaften Kinderleichen.
Die Autopsieräume, sowie der Raum in dem die Leichen aufgebart werden befinden sich im Keller, den man nur (!) durch einen Fahrstuhl erreichen kann, weil Treppen im Falle eines Brandes doch eher eine Gefahr darstellen. Kurz nach dem Erwachen der Leichen wird der Lift auch gleich von einem der kleinen Balgen kurzgeschlossen.
08_zombie_poodleDie alte Dame von der Rezeption wird gebissen und mutiert zu einem ihr nachempfundenen Riesenkostüm welches mit den Augen blinzeln, die riesigen Hände bewegen und den Mund öffnen kann (und zeitlgeich den Quotenschwarzen seines Lebens erleichtert – Surprise!). Es beginnt eine eher weniger wilde Hetzjagd durch das Kellergewölbe mit dem Ziel: Kamin- oder Fahrstuhlschacht. Wer wird überleben? Und wen interessiert das überhaupt?

Mein Senf dazu:

06_granny_zombieThe Boneyard wäre eine wahre Trash Granate geworden, wenn man es nicht darauf angelegt hätte ihm eine ernste Note zu geben. Aber wieviel Ernsthaftigkeit will man denn bitte in einen Film stecken, der (ich wiederhole es zu gerne noch einmal) einen gottverdammten mutierten Riesenpudel mit Schleife als finalen “Gegner” bereithält??? Dieses “Meisterwerk” hat alles, nutzt aber nichts davon. Schade eigentlich, das hätte wirklich etwas werden können!

Ich empfehle für den “Genuss” dieses Films:

  • Keine zu hohen Erwartungen
  • Einen bereits hohen Alkoholspiegel
  • Mindestens einen Freund der dasselbe vorweisen kann
  • Bier
  • Ein “I LOVE GIANT POODLES” Fähnchen/T-Shirt


Trash Faktor:

2-of-5Trash Fans dürften nur teilweise auf ihre Kosten kommen, Otto Normal Zuschauer ebenso. Nichts Halbes und nichts Ganzes.

Geschrieben von: Julian in Filme, Trashy Monday

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