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What’s in the basket? Easter eggs?
- Sharon Basket Case

Ein Mann, ein Korb, ein Hotel, ein Geheimnis, jede Menge Kunstblut und ein Haufen schräger Ideen. Das ist Basket Case, der Trash – Kultstreifen schlechthin und gerade deshalb nichts für den geselligen Videoabend, zumindest dann nicht wenn man seine Freunde weiterhin als solche bezeichnen möchte.

Story:

duane-basketDuane Bradley ist auf der Durchreise. Sein einziges Hab und Gut: Ein Rucksack und ein mysteriöser Weidenkorb. In New York nistet er sich in einem heruntergekommenen Hotel ein. Natürlich erregt er durch sein seltsames Auftreten und den Korb sowohl Aufsehen als auch die Neugier der Nachbarn, sodass Duane’s Zimmer Nummer 7 bald jede Nacht belagert wird.
Doch Nachts ist Duane dort meist nicht anzutreffen. Er zieht mit einer gestohlenen Akte umher um gewisse Ärzte zu finden, die ihn im Kindesalter von seinem deformierten Bruder befreit haben. Sie sind die Einzigen denen Duane nur zu gerne das Geheimnis seines Korbes preisgibt.

(Spoilers ahead)
Wie der geneigte Horror/Trash Fan schon jetzt erkennen kann: Der Weidenkorb enthält den immer noch lebenden deformierten Bruder des Protagonisten, mit Namen Belial, und der ist natürlich alles Andere als angetan von der damaligen Trennung. Und so benutzt er Duane, welcher abhängig von ihm zu sein scheint, für eine Ärzte – Rampage Tour durch New York. Wäre da nur nicht die schöne Arzthelferin, die die Aufmerksamkeit von Duane auf sich zieht und somit Belial’s Pläne zu durchkreuzen droht.

Mein Senf dazu:

bloody-doctorBasket Case ist seltsam. Wirklich sehr seltsam. Die Story an sich ist schon mehr als nur abstrus und das Monsterdesign, sowie das gesamte Setting des Films tun den Rest. Man erkennt in jeder Szene, dass das Budget mehr als nur weit entfernt ist von dem was in Hollywood als “Normal” gehandelt wird. Und tatsächlich schaffte es Regiesseur und Schreiber Frank Henenlotter mit gerade mal 35.000 $ diesen Film auf die Beine zu stellen. In Anbetracht der vielen Charaktere, sowie den Schauplätzen ein echtes Wunder.
Die Special Effects sind natürlich alle handgemacht und das zu erkennen ist wirklich nicht allzu schwer. Dabei ist der deformierte Belial in 3 Formen zu bewundern:
1. “Handszenen”: In den meisten Morden ist im Close-Up nur die Hand zu sehen wie sich in den Kehlen der Opfer vergräbt. Hier hielt Henenlotter persönlich die Hand hin.
2. “Zimmerverwüstungen”: Hier wurde Stop-Motion at its…tja, sagen wir einfach es wurde Stop-Motion angewandt. Es ist einfach unfreiwillig komisch, wenn Belial stockend das Hotelzimmer auseinandernimmt, das sprüht einen gewissen Charme aus.
3. “Kampfszenen”: Natürlich kam auch noch, ganz Jim Henson like, eine Handpuppe zum Einsatz.

knifesCharakterzeichnungen spielen hier für mich keine große Rolle, denn das Ding ist ja nicht umsonst ein Trash Movie. Die Charaktere um Duane und Belial herum bleiben meist (eine Ausnahme hierbei ist der Hauswirt) sowieso gesichtslos und dienen nur der kurzen Erheiterung oder in manchen (weiblichen) Fällen für die schnelle “Zeig mir ein bisschen mehr Haut” Nummer.
Man muss Basket Case allerdings zu Gute halten, dass er story-technisch weit über dem Einheitsbrei der lieblos dahingedrehten 08-15 Horror – Streifen steht. Die Story ist ungewöhnlich und ebenso originell. Mit ein wenig mehr Geld hätte es ein solider Horror Streifen werden könnnen, den auch das Mainstream Publikum nicht verachtet hätte. Aber mal ganz ehrlich: Wer will denn sowas?

Trash Faktor:
5-of-5Starke Sache! Henenlotter beweist, dass man mit einer guten Idee und wenig Geld einen abendfüllenden, genialen Horror(-Comedy) Streifen drehen kann. Klare Empfehlung!

Geschrieben von: Julian in Filme, Trashy Monday

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