Battlefield 1943 (XBox 360)

Fast 7 Jahre nach Battlefield 902101942 kam nun der abgespeckte Ableger Battlefield 1943 als Download für die beiden Konsolen XBox360 und Playstation 3 heraus. Und aus AchievementNostalgie – Gründen entschloss ich mich eben kurzerhand auch ein Teil der BF Gemeinde auf XBL zu werden. Hat es sich gelohnt?
Eine Story an sich ist nicht vorhanden, nur eine grobe Szenerie: Der Spieler befindet sich im Pazifikkrieg. Entweder auf Seiten der Amis oder der Japaner. Punkt aus.
Wenn manch Einer dies als einen Qualitätsmangel ansieht wird er wohl erwarten, dass es zumindest in der Quantität stimmt. Aber leider muss man hier enttäuschen.
Das Spiel umfasst insgesamt 3 Maps, 3 menschliche Einheiten und eine handvoll Fortbewegungsmittel, wie beispielsweise Jeeps, Panzer, Flugzeuge und Boote. Bots sind nicht vorhanden, da es sich um ein pures Multiplayer Spiel handelt. Ein deutliches Manko, wenn man bedenkt, dass es hin und wieder auch mal zu Problemen mit der Internetverbindung kommen könnte. Eine weitere Map wurde von einem Mitglied der BF – Community freigeschaltet als dieser den 43 millionsten Tötungsakt (insgesamt) vollzog. Allerdings ist diese Karte nicht in einem normalen Multiplayer Match spielbar, sondern nur in einem speziellen Luftkampfmodus (welcher sich im übrigen perfekt als Flugtraining eignet).
Die Steuerung steht anderen Shootern in absolut nichts nach. Wie gewohnt wird mit dem rechten Bumper geschossen und mit dem linken Bumper gezielt bzw. “genauer” gezielt. Mit der LT Schultertaste werden Handgranaten geworfen bzw. in manchen Fällen Dynamit gezündet und die RT Taste dient zur Waffenauswahl. Das Battlefield typische Ducken (welches ein präziseres Zielen ermöglicht) wird mit einem Klick auf den rechten Analog Stick durchgeführt, der auch zum Umschauen dient. Der linke Analogstick ist für die Fortbewegung gedacht. Ein Klick auf diesen während (!) des Laufens und der Charakter setzt zum Sprint an. Das D-Pad kommt nur bei Fahrzeugen zum Einsatz, wenn es darum geht die Kameraperspektive zu wechseln.
Die Steuerung der Soldaten wirkt zu Beginn ein wenig hölzern, sodass mir das Zielen (im Vergleich zu Halo 3 etc.) und vor allem das Treffen etwas schwer fiel. Als Neueinsteiger kann das unter Umständen ein ziemlicher Nachteil sein, da andere Spieler damit entweder keine Probleme haben oder diese schon gemeistert haben. Somit ist der Frust – Faktor zu Beginn ziemlich hoch. Abhilfe kann womöglich dieses kleine, nette Tutorial schaffen.
Mit der Steuerung der Fahrzeuge verhält es sich beinahe genauso. Es gilt die Devise: Übung macht den Meister! Überraschenderweise lies sich das Flugzeug im Vergleich zu allen anderen Vehikeln von Anfang an am leichtesten steuern.
Grafisch sieht BF 1943 sehr schick aus für einen Arcade Titel. Die Explosionen wirken realistisch, die Umgebung reagiert dementsprechend und die Soundeffekte tun ihr übriges.
Spieltechnisch gibt es eigentlich nichts Neues: 5 Flaggen auf der Karte, jedes Team hat von Beginn an die gleiche Anzahl von Respawn Tickets. Wenn Team Blau mehr Stützpunkte (Flaggen) besetzt hat, verliert Team Rot zusätzliche Respawn Tickets und umgekehrt. Sieger ist das Team, welches am Ende noch Tickets übrig hat. Die Stützpunkte werden abhängig von der Anzahl der dort anwesenden Soldaten schneller oder langsamer eingenommen. Geschütztürme und FlaK kommen auf jeder Map vor und können hier und da nicht nur den Fliegern gehörig auf den Zeiger gehen. Das Umfeld ist mehr oder weniger behilflich wenn es um Anschleichen und unentdecktes Snipern geht. Da aber jeder Feind in Sichtweite mit einem roten Pfeil angezeigt wird muss man sich schon geschickt platzieren um nicht direkt entdeckt zu werden. Aber Andernfalls wäre das Erkennen des Gegners auf eine weite Distanz auch so gut wie unmöglich.
Zusätzlich zu den (sehr leichten) Achievements hat EA dem Game ein Rangsystem spendiert. Wie man sich vll. denken kann gibt es Pro Kill Erfahrungspunkte die sich positiv auf den Rang des Spielers auswirken. Dieser Rang bzw. die damit zusammenhängenden Punkte sollen (bei Erscheinen) auf die Bad Company 2 Statistiken übergehen.
Fazit:
Die geringe Anzahl der Maps, sowie Einheiten sind zwar störend, jedoch sollte man nicht ausser Acht lassen, dass es sich hierbei um einen Arcade Titel handel und nicht etwa um ein Vollpreisspiel.
Das Fehlen von Bots fällt auch negativ ins Gewicht, jedoch wird in der Spielebeschreibung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass BF 1943 nur im Multiplayer Modus spielbar ist. User ohne Gold-Mitgliedschaft können sich den Kauf als durchaus sparen.
Darüber hinaus ist man als Shooter- und Battlefield Fan mit diesem Titel bis zum Erscheinen von Bad Company 2 bestens versorgt und kann mit Freunden oder anderen XBL (oder PSN) Mitgliedern fröhlich auf die Pirsch gehen.
Shooter Anfänger sollten um den Titel zunächst einen Bogen machen, da es natürlich keinen anpassbaren Schwierigkeitsgrad gibt und viele aktive Spieler schon recht gekonnt mit ihren virtuellen Waffen umgehen können.

