ghouliestitle
They’ll get you in the end! – Promotional Poster

Kleine grüne Monster, die aus Toiletten steigen!? Das muss doch einfach gut sein! Und dann auch noch mit Hosenträgern!!! Zum Brüllen!

Das denkt sich der geneigte B – Movie Liebhaber mit obskurem Humor, der das Filmplakat zu Ghoulies betrachtet. Aber der Teufel steckt im Detail, das Leben ist kein Ponyhof und die Qualität eines Filmplakats gibt noch lange keinen Aufschluss über die eigentliche Qualität des thematisierten Inhalts. Vor allem bei vermeintlichen Horror Streifen.

Story:
priestDer Zuschauer wird zu Beginn direkt in eine schwarze Messe in einem alten Herrenhaus katapultiert. Hin und wieder sieht man kleine, vor Kunstspeichel triefende Mäuler und kann erahnen, dass es sich hierbei um die titelgebenden Ghoulies handelt. Die MesseleitungDer Hohepriester der Messe, ein Mann der verdächtig ausschaut wie MacGyver und einen erheblichen Grünstich in den Augen hat, will einen Säugling (seinen Sohn) Opfern. Gründe dafür bleiben jedoch im Verborgenen. Die Mutter jedoch verhindert dies und opfert sich selbst. Der Junge wird daraufhin in die Obhut eines anwesenden Sekten Mitgliedes gegeben, der sich daraufhin (scheinbar freudig) zurückzieht und fortan für den Jungen sorgt.
Wir überfliegen (laut Coverangabe) 18 Jahre und treffen den Sohn des Priesters, Jonathan Grave (get it?) wieder, der mittlerweile zu einem stattlichen 35 – Jährigen herangewachsen ist und das Herrenhaus seines Vaters geerbt hat, welches er mit seiner Partnerin beziehen will. Doch bevor man den alten Kasten säubert und richtig bezieht ist erst einmal Party angesagt. Und alle seine stereotypen Freunde dürfen kommen:
greenghoulieDer Nerd (ohne Brille), der Aufreisser, die zwei Kiffer, die zu dem Aufreißer passende Schlampe und das schüchterne Mädchen von nebenan.
Im Verlaufe des Abends fällt Jonathan eine echte Party Bombe ein. Er geht in den Keller, malt zwei Kreise auf den Boden und bittet seine Gäste sich in den Größeren zu stellen um ein kleines Ritual durchzuführen. Das Ganze geht flüssig von statten, zeigt nur nicht den gewünschten Erfolg. Enttäuscht zieht sich Jonathan zurück. Aber natürlich war die Beschwörung erfolgreich und direkt nachdem der letzte Darsteller das Keller – Set verlassen hat materialisiert sich der erste Ghoulie. Kurz darauf beginnen die Mächte die in dem Haus innewohnen Besitz von Jonathan zu ergreifen (Augen mit Grünstich) und der Ghoulies “Spaß” beginnt.

Mein Senf dazu:
bookIch bin kein Fan von Filmen, die Okkultismus im Bereich Horror thematisieren. Und so war Ghoulies für mich eher schwer zu ertragen. Es wirkte auf mich weder bedrohlich, noch schaurig und daher erwartete ich sehnsüchtig ein paar unterhaltsame Handlungen der Kreaturen. Doch mit einer Auftrittszeit von zusammengerechnet gerade mal 10 Minuten stehen die kleinen Monster im Schatten einer Rahmenhandlung die nicht zu überzeugen weiß. Zu stumpf, uninteressant und hölzern um gut zu sein und zu ernst und bemüht um wirklich schlecht zu sein. Dieses Machwerk bewegt sich somit in der “goldenen” Mitte und ist damit schlicht und ergreifend langweilig.
Das Potential der Monster wurde zu keinem Zeitpunkt wirklich genutzt. Ständig kann man sie dabei beobachten wie sie herumstanden, das Maul öffnen und wieder schließen, manchmal auch aus Teichen kommen und jemanden unspektakulär attackieren. Und für ca. 2 Sekunden ist ein Grünling zu sehen der aus der Toilette krabbelt. OHNE HOSENTRÄGER! Soviel dann zum Thema “Leere Versprechungen auf dem Filmplakat”.
Die Leistungen der menschlichen Darsteller sind kaum der Rede wert. Stereotype Darbietungen, keine Tiefenzeichnung und zu keinem Zeitpunkt ist irgendein Charakter symphatisch. Das war den Machern wohl auch schmerzlich bewusst und so versuchten sie wohl durch Einführen des dümmlichen Womanizers und der zwei Kiffer einen humoristischen Aspekt einzufügen. Der Versuch ist gescheitert.

Recht interessant ist es, wie man versucht dieses Machwerk an den Mann zu bringen:

Story (laut Hüllentext einer deutschen DVD):

GHOULIES tanzen einen Reigen der Zerstörung. Diese kleinen, üblen Kreaturen kommen aus einer verhexten Welt der schwarzen Magie. An seinem achtzehnten Geburtstag erbt Jonathan Grave einen alten Landsitz. Neugierig erforscht er das Haus. Dabei setzt er die geheimnisvollen, übersinnlichen Mächte seines Vaters frei. Zwei Elfen, durch ihre Befreiung Jonathan verpflichtet, versuchen verzweifelt ihm zu helfen. Doch GHOULIES sind grausam! GHOULIES kommen aus der mysteriösen Welt der “Gremlins”, “Poltergeister” und “E.T.’s”.
GHOULIES schaffte es in den amerikanischen Charts auf Platz 4; also ein Kinohit.

Es ist schon fast Mitleid erregend, wenn man liest wie viel “Mühe” sich der Vertrieb des DVD Labels bei diesem Titel machte. Da werden in einem sehr schlecht gestalteten Satz noch 3 bekannte Filme miteinbezogen und die Exitenzberechtigung dieses Streifens beruht einzig und allein auf der Tatsache, dass der Film in der Startwoche auf Platz 4 ging. Dies hatten die Ghoulies offensichtlich den Gremlins zu verdanken, die erst ein paar Monate zuvor die Kinos unsicher machten.

Kleine Information am Rande:
Verständlicherweise wird oft von einem Gremlins Rip-Off gesprochen. Zwar kam Ghoulies ein Jahr nach dem Genre Klassiker in die Kinos, jedoch begannen die Arbeiten an dem Film weit davor. Somit ist der Ruf des Films zumindest in dieser Hinsicht gewahrt.

Fazit:

1-of-5Extrem langweiliger B-Movie, der nicht wirklich überzeugen kann. Für Fans der Reihe und für Freunde des okkulten Films womöglich ein Schmankerl. Ich für meinen Teil habe schon lustigere Monster (auch jenseits des Gremlins Universums) gesehen. Garantiert nichts für einen heiteren Trash Abend, egal wie hoch der Alkohol Pegel sein mag.

Geschrieben von: Julian in Filme, Trashy Monday

2 Antworten zu “Trashy Monday: Ghoulies”

  1. hannah meint:

    das grüne tierchen sieht aus wie chucky dem meeeega schlecht ist ;)))

  2. Julian meint:

    Darauf wäre ich zwar nicht selbst gekommen, aber jetzt wo du es sagst^^

Deine Meinung hier:.