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BILL – FUCKING – MURRAY!

Wenn der Vorspann eines Films “For Whom the Bells toll” spielt und dazu Zombie Attacken in Slow Motion zeigt
- Kann dieser Film dann schlecht sein?

Wenn ein Film dir auf humorvolle Art und Weise Überlebensregeln für die sicher kommende Zombie Apokalypse liefert
- Kann dieser Film dann schlecht sein?

Wenn ein Film dir Bill Murray liefert und das auch noch als Zombie
- Kann dieser Film dann schlecht sein?

Wenn ein Film dir Zombies liefert: in einem Vergnügungspark; als Clown verkleidet; 100 Kilo schwer
- Kann dieser Film wirklich schlecht sein?

Hast du auch nur bei einer der gleichbleibenden Fragen mit “Ja” geantwortet, würde ich die unverbindliche Empfehlung aussprechen diese Seite zu schließen. Für dich gibt es hier wirklich nichts mehr zu sehen.
Alle Anderen: Welcome to Zombieland

Story

CAAAR KEEEEEYYYS!

CAAAR KEEEEEYYYSS!

Der Student Columbus (Jesse Eisenberg, Adventureland) befindet sich nach der durch einen Virus verursachte Zombie Epidemie auf dem Weg nach Columbus um seine Eltern zu suchen. Als er durch einen Unfall seinen fahrbaren Untersatz verliert ist er gezwungen den Weg zu Fuß zu bestreiten. Bis zu diesem Zeitpunkt hat er dem Zuschauer schon ein paar mehr als wichtige Regeln für den Überlebenskampf im zombieverseuchten, postapokalyptischen Amerika näher gebracht. So ist etwa Fitness ganz besonders wichtig sowie Vorsicht beim Toilettengang und das Absichern der Rücksitze im Auto (um nur ein Paar zu nennen).
Auf dem Highway wird er von Tallahassee (Woody Harrelson, Natural Born Killers) aufgegabelt, der sich in Zombieland mit seinem aufgerüsteten Van auf stetiger Suche nach Twinkies befindet. Um sein Ziel zu erreichen und zwischendurch ein wenig Dampf abzulassen, zieht er durch verlassene Kaufhäuser, tötet Zombies (auf kreative Art und Weise) und verwüstet die Läden für gewöhnlich danach.
So kommt es, dass Columbus und sein neuer durchgeknallter Gefährte in eben einem solchen Kaufhaus die hübsche Wichita (Emma Stone, Superbad) und ihre kleine Schwester Little Rock (Abigail Breslin, Little Miss Sunshine) kennen lernen und von diesen ihren Van samt Waffen entwendet bekommen. Und das nicht zum letzten Mal…

Mein Senf dazu
Von der ersten Minute bis hin zur Letzten fühlte ich mich bestens bespaßt und verließ das Kino mit dem Wissen, dass die DVD, welche nächstes Jahr wohl erscheinen wird, mit Sicherheit ihren Weg in meine Sammlung finden wird. Es ist schwer aufzuzählen was mir an dem Stück Celluloid gefiel, weil es einfach zu viel war.
Woody Harrelson als durchgeknallter , übertrieben männlicher Cowboy mit Twinkie Sucht und einer Vorliebe für Bill Murray ist mehr als unterhaltsam und in Verbindung mit Jesse Eisenberg als zurückhaltender, schlacksiger Loser kommt ein gewisses “Dick und Doof” Gefühl auf.
Emma Stone und Abigail Breslin haben hie und da zwar auch ihre Momente, aber scheinen doch ein klein wenig im Schatten der beiden Männer zu stehen.
Durch die schnelle Erzählweise und die kurzweilige Story bekommt man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sich der Film in unnötigen Dialogen festfährt. Alles wirkt abgeklärt, stimmig und “unnötige” Spannungsmomente werden vermieden. Diesen Teil könnte man auch als Schwachstelle ansehen, da man stets amüsiert zuschaut aber nie wirklich das Gefühl von Bedrohung hat oder um die Charaktere bangt. So stehen die 100% Unterhaltung und Humor gegen beinahe 0% Spannung, was dem Ein oder Anderen Filmfan eventuel nicht gefallen könnte.
Billy Murray als Billy Murray Himself setzt diesem tollen Zombiestreifen nur noch das Sahnehäubschen auf. Ich war mehr als begeistert!

Natürlich drängt sich der Vergleich mit Shaun of the Dead auf, wobei ich sagen muss, dass es hier keinen eindeutigen Gewinner zu verzeichnen gibt. Beide Filme haben ihre Stärken und ihre Schwächen, wobei SotD die Story langsamer aufrollt, dafür aber mit typisch britischem Humor auftrumpfen kann, der mir doch ein wenig besser gefällt als der Amerikanische.
Wohl nur für Zombie Fans interessant: Zombieland wird von rennenden Untoten bevölkert. Nur damit ihr Bescheid wisst!

Fazit
Clown 5Ein durch und durch gelungener und frischer Beitrag zum etwas fade gewordenen Zombie-Genre der 00er mit symphatischer Besetzung, viel Humor und Zombie – typischem Gore. Ich vergebe 5/5 Zombie-Clown Köpfen für diese romantischeKomödie mit Zombies.

Geschrieben von: Julian in Filme, Reviews

Eine Antwort zu “Review: Zombieland”

  1. Nancy Noack meint:

    Ich hab mir den Film schon angeguckt, und fand ihn echt klasse. Die Story ist sehr unterhaltend, und ich finde auch die Maskenbildner haben echt tolle Arbeit geleistet. Vom schauspielerischen Talent der Hauptdarsteller musste ich mich nicht groß überzeugen, da ich die schon aus anderen Filmen kannte. Also die DVD werde ich mir auch definitiv kaufen. Ich finde der Film macht sich richtige gut für einen netten DVD Abend mit Freunden. Langeweile kommt da nicht auf :)

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