Ich kann nicht erklären weshalb, wieso oder warum. Es ist eben einfach so. Wenn ich es sehe/lese dann fange ich an es mir immer wieder selbst vorzusagen. Immer wieder. Und mit jedem Mal kräuseln sich meine Fußägel ein kleines Stückchen weiter nach oben.
Das Schlimme daran ist: ich kann damit nicht aufhören.
Es geschieht meist am Tiefkühlregal im Supermarkt oder auch im “Discounter” (auch so ein ****** Wort). Ein Griff zur Tiefkühlpizza verbunden mit einem flüchtigen Blick reicht um mir für den Rest vom Tag den Verstand und auch die Konzentration zu rauben.
Da steht es dann…Serviervorschlag.
Ich betone noch einmal: Es gibt keinerlei logische Erklärung für die Abneigung, die ich gegen dieses Wort hege.
Nachdem ich es dann gelesen und wahrgenommen habe laufe ich zur Kasse.
Serviervorschlag.
Servier…vorschlag.
Serviiiiiervorschlag.
Serviervoooorschlag.
Ich wiederhole es geistig. Immer und immer wieder. In den unterschiedlichsten Variationen und mit jeder Neuen wird es schlimmer.
Und so sitze ich hier. Drei Stunden später und es ist immer noch nicht raus. Dieses Teufelswort, welches dem Verbraucher dienen soll, ist mein persönlicher Fluch.
[...]Der Umstand, dass die auf der Abbildung sichtbaren zusätzlichen Lebensmittel beziehungsweise Utensilien nicht in der Verkaufsverpackung enthalten sind, sondern durch den Endverbraucher während des Anrichteprozesses optional hinzugefügt werden können, wird durch das Wort „Serviervorschlag“ kenntlich gemacht. Diese Kennzeichnung ist erforderlich, um eine gesetzeswidrige Irreführung des Verbrauchers zu vermeiden.[...]
Wikipedia
Soso, eine gesetzeswidrige Irreführung also. Und wenn beispielsweise eine DVD Box mit “Stephen King’s [Whatever]” prahlt und gerade mal ein Bruchteil dessen was sich in der Box befindet etwas mit King zu tun hat (und das auch nur im entferntesten) wird dies natürlich nicht vermerkt. “Titelmöglichkeit” wäre doch ein tolles Wort um auf so eine “Irreführung” aufmerksam zu machen. Oder? ODER???
Aber das ist jetzt ein wenig Off-Topic. Ich hoffe nur irgendwer wird mein Flehen eines Tages erhören und dieses elende Wort endlich abändern. “Zubereitungsbeispiel” klingt doch auch ganz schön.
Man möge mich nun entschuldigen, ich habe noch gefühlte 1000 Serviervorschlag Variationen vor mir.
[Update:] Ich bin verloren.
[Update 2:] Ok die Seite/der Blog ist eigentlich relativ interessant…und eklig.